Kunst blickt auf Varus
Rom hat im Jahr 9 n. Chr. drei ganze Legionen verloren, die weitere Ausdehnung des Weltreiches war damit entscheidend gebremst. Dieses weit zurückliegende Ereignis hat eine beachtliche Wirkung entfaltet – so auch in den Künsten der vergangenen Jahrhunderte. Dies ist Anlass, der aktuellen internationalen Kunst einen Reflexionsraum zu eröffnen: Zwanzig renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dreizehn Nationen sind eingeladen, ihre Sicht auf die Varusschlacht im öffentlichen Raum zu präsentieren.
Kunst in der Landschaft der VarusRegion
Als Kurator für diese großflächige Kunstausstellung im öffentlichen Raum konnte Jan Hoet gewonnen werden. In einem Gebiet zwischen Osnabrück im Süden, Bramsche im Nordwesten, Kalkriese im Norden und Bad Essen im Osten zeigt er auf dem ehemaligen Schlachtfeld sowie auf zahlreichen Bauern- und Gutshöfen aktuelle Kunst, die sich mit geschichtlichen Ereignissen und aktuellen Bezügen befasst. Bis Ende 2011 sind die Kunstwerke an 15 Standorten zu besichtigen. Die unterschiedlichen künstlerischen Positionen können entlang einer landschaftlich reizvollen Route erkundet werden.
Kunst – Fakt – Fiktion
Fiktion ist die treue Begleiterin von Geschichtsschreibung. Bei der Varusschlacht und ihrer Rezeption ist dies besonders auffällig. COLOSSAL macht den Versuch, durch die Sicht aktueller Kunst auf diese mythenbildende und vielfach politisch missbrauchte Thematik neue Wahrnehmungsweisen auf ein historisches Faktum zu eröffnen. So entstehen ungewohnte ästhetische Reflexionsräume.
